Ribbeck

Landkreis Oberhavel

Kleiner Rechtecksaal mit barockem Westturm: Die Dorfkirche von Ribbeck
Kleiner Rechtecksaal mit barockem Westturm: Die Dorfkirche von Ribbeck

1318 wird das Dorf erstmals als Ritbeke, 1393 als Rybeke erwähnt. Der Name beschreibt die Lage an einem Bach mit ried- oder schilfbewachsenen Ufern. Tatsächlich liegt Ribbeck am Welsengraben, einem Zufluss der Havel. Möglich allerdings ist auch die Übertragung des Ortsnamens aus der Altmark.

Bei der Ribbecker Kirche handelt es sich um einen einfachen kleinen Rechtecksaal mit eingezogenem Turm im Westen. Weist der Saal regelmäßiges Feldsteinmauerwerk auf, so zeigen Stellen am Turm, an denen die Putzschicht abgebröckelt ist, Mischmauerwerk. Es scheint sich wohl bei diesem Bauglied vollständig um eine barocke Zutat zu handeln, wie auch sein Oberteil mit Ecklisenen und Schweifhelm zeigt. 1442 ist die Zahl auf der Wetterfahne. Hier fand wahrscheinlich der im Jahr 1739 begonnene Umbau seinen Abschluss, bei dem auch die Fenster rechteckig vergrößert wurden. Reste der ursprünglichen Öffnungen sind allerdings noch schwach erkennbar. Das trifft auch auf das Mittelfenster der vormaligen Dreifenstergruppe im Osten und das gedrungene Spitzbogenportal auf der Südseite zu.
Nach der Form der Originalöffnungen, der Ausführung des Mauerwerks und dem Grundriss gehört Ribbecks Gotteshaus sicher in die 2. Hälfte des 13. oder an den Beginn des 14. Jahrhunderts.

nach:

Georg Dehio und Gerhard Vinken, Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Brandenburg. 2000.
Reinhard E. Fischer, Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin

Zeitreisen in der Mark Brandenburg und anderswo …