Pelkwitz

Landkreis Dahme-Spreewald

pelkwittz_suedwest

Das Dorf erscheint erst relativ spät in den Quellen: Indirekt 1480 durch die Erwähnung eines Tomas von Pelchwitcz, und 1521 dann direkt als Pelckewitz. Der Name dürfte sich aus dem Slawischen ableiten und einen Ort bezeichnen, an dem es Höhlen oder sonstige Lager von Tieren gibt. Pelkwitz war nie ein besonders großer Ort. Aus den Jahren 1655 und 1723 liegen Nachrichten über gerade einmal 9 wendische Familien vor, die hier ansässig waren.
Die Kirche erhebt sich, umgeben vom ehemaligen Friedhof, auf dem Dorfanger. Sie ist ein einfacher kleiner Rechtecksaal aus mit Backsteinbruch durchsetztem unregelmäßigem Feldsteinmauerwerk. Im Westen krönt sie ein quadratischer Giebelturm mit Pyramidendach.

Im Westen und Süden trifft man auf je ein gestuftes Rundbogenportal mit Backsteingewänden. Weitere Aussagen über diese Zugänge lassen sich durch die Putzfaschen allerdings nicht machen. Das Türholz erscheint in beiden Fällen sehr alt. Alle Fenster wurden stichbogig vergrößert. Die Nordseite ist fensterlos. Im Osten finden sich nur zwei Fenster, die genau wie die der Südseite verändert wurden. Mehr ist durch den dichten Bewuchs nicht zu erkennen. Es ist jedoch nicht unwahrscheinlich, dass sich hier auch ursprünglich nur zwei Öffnungen befanden. Auf der Südseite ist noch ein vermauertes Originalfenster erkennbar.
Ausgehend vom Mauerwerk dürfte die Pelkwitzer Kirche nicht vor 1400 errichtet worden sein. Ihre Ausmaße entsprechen ohne Frage der Bedeutung und ökonomischen Leistungskraft des Dorfes. Bekannt ist, dass selbst dieser mehr als bescheidene Bau im Dreißigjährigen Krieg beschädigt und in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts wiederhergestellt wurde. Aus dieser Zeit dürften auch die Veränderungen der Öffnungen stammen. Das Äußere wurde 1977 restauriert.

nach:

Die Kunstdenkmäler der Provinz Brandenburg. 5.1. Kreis Luckau. 1917.
Georg Dehio und Gerhard Vinken, Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Brandenburg. 2000.
Reinhard E. Fischer, Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin. 2005

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