Welsow

Uckermark

 
Es bestätigen die Markgrafen den Zisterziensern von Mariensee, später werden sie nach Chorin übersiedeln, 1267 den Besitz zweier Mühlen beim Dorf Wilsowe. Das ist ein Name, der sich aus dem slawischen ableitet und so viel wie „Ort, wo Erlen stehen,“ bedeutet.
Dort wo einst die Erlen standen steht heute die kleine Kirche Welsows inmitten des Dorffriedhofs. Ein einfacher nicht großer Rechecksaal aus Lagen sorgfältig bearbeiteter Feldsteinquader. Spätestens gegen Ende 13. oder zu Beginn des 14. Jahrhunderts dürfte die Kirche errichtet worden sein. Aus dieser Zeit hat sich noch das zweistufige, spitzbogige Feldsteinportal der Westeseite erhalten. An der Nordseite finden sich unter der Traufkante Reste eines mittelalterlichen Putzfrieses mit Blattrankenornamenten.
Die Fenster wurden im 18. Jahrhundert vergrößert und bekamen Stichbogenabschlüsse. Ebenso verändert wurde in dieser Zeit die Ostseite. Sollte sich dort ursprünglich eine Dreifenstergruppe befunden haben, so sind davon nicht einmal mehr Spuren geblieben. Der verbrettert Dachturm im Westen wurde 1777 errichtet. Auch aus dem 18. Jahrhundert stammt der hölzerne Kanzelaltar im Innern des Gotteshauses.

Kleiner Saalbau inmitten des Friedhofs: Welsows Kirche
Das zweistufige Portal sorgte für einen gewissen repräsentativen Charakter

nach:

Die Kunstdenkmäler der Provinz Brandenburg. III, 3. Kreis Angermünde. 1934.
Georg Dehio und Gerhard Vinken, Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Brandenburg. 2000.
Reinhard E. Fischer, Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin.