Stendell

Uckermark

 
Markgraf Woldemar belehnte 1318 die von Stegelitz mit dem Städtchen Brüssow. Erwähnt wird dabei auch Nyen Stendal und ein dort gelegenes Herrenhaus. Dabei könnte es sich durchaus um eine Burg gehandelt haben, die Kontrolle des dortigen Übergangs über die Welse angelegt worden war. Noch 1712 soll es dort Wallanlagen gegeben haben. Mit Sicherheit dürfte der Ortsname vom Altmärkischen Stendal in den Osten gelangt sein.

Spuren eines zugesetzten Portals auf der Südseite
Hochmittelalterlicher Feldsteinsaal mit neogotischer Backsteinapsis
Feldsteinblenden am Ostgiebel
Stendells Kirche ist ein einfacher Rechtecksaal aus regelmäßigem Quadermauerwerk. Von den ursprünglichen Zugängen sind noch auf der Nord- und Südseite je ein vermauertes Portal und Fragmente der ursprünglichen Rundbogenfenster zu erkennen. Rundbogenblenden finden sich auch im Giebel der Ostwand.
Ansonsten ist das Gotteshaus von den neogotischen Umbauten des Jahres 1876 geprägt. Damals erhielt der dem 13. Jahrhundert zuzuordnende Bau seine polygonale Backsteinapsis, Turm und Westgiebel. Weiterhin wurden die Fenster vergrößert und bekamen ihre Feldsteinlaibungen. Aus dieser Zeit stammt auch die Innenausstattung.


nach:

Die Kunstdenkmäler der Provinz Brandenburg. III, 3. Kreis Angermünde. 1934.
Georg Dehio und Gerhard Vinken, Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Brandenburg. 2000.
Reinhard E. Fischer, Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin. 2005