Schmiedeberg
Uckermark
1319 wird Smedeberg erstmalig erwähnt. Die Bedeutung des Namens scheint deutlich.
Das Landbuch von 1375 nennt den Kowil, einen der Seen beim Dorf. Kowel wieder ist
Slawisch und heißt Schmiedesee. So scheint es einen Zusammenhang zu geben. Allerdings gibt es keinen Nachweis
für eine slawische Siedlung vor Ort. So bleibt die Namensfrage doch ungeklärt.
64 Hufen weist das schon angeführte Landbuch für das Dorf aus. Dazu kommen noch 20 und eine halbe Kossätenstellen,
von denen aber nur 3 besetzt sind. Es gibt eine Mühle, der Krug liegt wüst.
Wirkt durch ihre ursprünglichen Fenster besonders urwüchsig: Die spätromanische Anlage in Schmiedeberg
Erhaltenes Rundbogenportal auf der Westseite
Die halbrunde Apsis im Osten kompletiert das hochmittelalterliche Erscheinungsbild
Bei Schmiedebergs Kirche handelt es sich um eine Anlage des vollständigen Typs, bestehend aus Schiff,
eingezogenem Chor und halbrunder Apsis im Osten. Lagen sorgfältig bearbeiteter Feldsteinquader bilden
das Mauerwerk. Drei rundbogige Portale haben sich aus der Bauzeit erhalten. Auch die Fenster scheinen ihre
ursprüngliche Form bewahrt zu haben. Sie schließen ebenfalls mit Rundbögen ab. Im Gegensatz dazu sind der
Triumph- und der Apsisbogen spitzbogig. Die Kombination der aufgezählten Merkmale erlaubt eine Datierung des
Baus in die Mitte oder die 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts.
Der verbretterte Dachturm mit Pyramidendach und Westwand aus unregelmäßigem Feldsteinmauerwerk wurde 1681 errichtet.
Besonders erwähnenswert ist noch die Altarretabel aus einem vierflügligen Schnitzaltar vom Ende des 15. Jahrhunderts
mit barockem Aufsatz vom Ende des 17. Jahrhunderts. Unter den Figuren befindet sich eine Anna Selbdritt und ein Heiliger Bischof.
nach:
Die Kunstdenkmäler der Provinz Brandenburg. III, 3. Kreis Angermünde. 1934.
Georg Dehio und Gerhard Vinken, Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Brandenburg. 2000.
Reinhard E. Fischer, Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin.