Meichow
Uckermark
Im Jahr 1319 wird Mechow erstmals erwähnt. Möglich ist eine Übertragung des Namens
aus Schleswig-Holstein. Mit Sicherheit leitet er sich aus dem Slawischen ab und meint entweder einen
„Ort wo Moos wächst“ oder die „Siedlung eines Mannes namens Mech.“
Meichows Kirche besteht aus querrechteckigem Westturm und Schiff mit geradem Ostabschluss, errichtet
aus regelmäßigen Feldsteimauerwerk. An der Nordseite des Schiffs findet sich noch ein zugesetztes Spitzbogenportal
aus der Bauzeit und darüber die Reste der ursprünglichen Fenster. Ebenfalls erkennbar ist an der Ostseite
die ehemalige Dreifenstergruppe mit Blenden darüber im Giebel. Erbaut wurde die Kirche wohl in der 2.
Hälfte des 13. Jahrhunderts.
Umfassende Veränderungen fanden dann um das Jahr 1772 statt. Der quadratische verputzte Turmaufsatz mit
Ecklisenen wurde errichtet, die Fenster vergrößert und auch das Westportal bekam seine Barocke Form mit
Stichbogenabschluss.
1990 wurde das Gotteshaus restauriert.
Hochmittelalter plus Barock: Die Meichower Dorfkirche
Im Osten noch erkennbar: Die Dreifenstergruppe
Spitzbogenportal und Fensterreste aus dem 13. Jahrhundert
nach:
Die Kunstdenkmäler der Provinz Brandenburg. III, 3. Kreis Angermünde. 1934.
Georg Dehio und Gerhard Vinken, Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Brandenburg. 2000.
Reinhard E. Fischer, Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin.