Kummerow
Uckermark
Als Cummerowe wird das Dorf 1318 erstmals erwähnt. Sein Name lässt sich
aus dem Slawischen ableiten, wo so ein Ort bezeichnet wird, an dem es reichlich Mücken gibt.
Die Kirche ist ein kleiner Rechtecksaal aus unregelmäßigem Feldsteinmauerwerk. Ein gewisser Ansatz zur
Lagigkeit in den unteren Partien der aber nur einfach gespaltenen Feldsteine unterschiedliche Größe ist
erkennbar. Ebenfalls wohl aus Feldstein- oder Mischmauerwerk besteht ein größerer verputzter Anbau auf der
Südseite, der aber deutlich jünger als die Kirche selbst sein dürfte.
Ein bescheidener Rechtecksaal wohl des 14. Jahrhunderts: Die Dorfkirche von Kummerow
Gedrungenes Spitzpogenportal auf der Westseite
Der Zugang zum Friedhof: Ein Feldsteinportal mit Blenden an der Seite
In seiner ursprünglichen Form hat sich das gedrungenen Spitzbogenportal auf der Westseite erhalten.
Im Osten ist die Dreifenstergruppe noch erkennbar. Das mittlere Fenster ist zugesetzt, die äußeren haben,
trotz Veränderungen im 19. Jahrhundert, bei denen auch die Seitenfenster neogotisch vergrößert wurden
ihre Form mehr oder weniger bewahrt. Über dem Rechten Fenster ist noch der Rest eines Putzfrieses aus
Rundbögen zu beobachten. Im Giebel findet sich ein paar zugesetzter Blenden.
Die Mauerwerksausführung mit ihren letzten Anklängen an eine gewisse Regelmäßigkeit Wie auch das Westportal
und die Dreifenstergruppe im Osten sprechen für eine Errichtung des Gotteshauses wohl im 14. Jahrhundert.
Die Veränderungen des 19. Jahrhunderts, zu denen vielleicht auch der Anbau auf der Südseite gehört wurden
schon erwähnt.
Die Ausstattung des 1963 renovierten Innenraums entstammt dem 17., 18. und 19. Jahrhundert. Aus dem 14.
Jahrhundert soll der Taufstein stammen, dessen Echtheit allerdings teilweise angezweifelt wird.
Erwähnenswert ist noch das Feldsteinportal mit spitzbogigem Backsteingewänden und Blenden an den Seiten,
durch das der Zugang auf den die Kirche umgebenden Friedhof erfolgt.
nach:
Hugo Lemke (Hrsg.), Die Bau- und Kunstdenkmäler des Regierungsbezirks Stettin. Bd. II, Die Kreise Randow,
Greifenhagen und Pyritz. 1901.
Georg Dehio und Gerhard Vinken, Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Brandenburg. 2000.
Reinhard E. Fischer, Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin. 2005.