Kuhz
Uckermark
Bei Untersuchungen im Jahr 1999 gelang Restauratoren eine sensationelle Entdeckung: Unter
zahlreichen alten Farbschichten im Innenraum fanden sich Freskenreste, die scheinbar aus der
Entstehungszeit des Bauwerks stammen. Wer weiss, wie rar bildliche Darstellungen aus dem
Hochmittelalter und dann noch dem ländlichen Bereich der Mark Brandenburg sind, wird diese
Entdeckung nicht hoch genug einschätzen können.
Erstmals taucht Kuhz 1328 in einer Urkunde auf. Seine Kirche
erscheint als rechteckiger Bau aus regelmäßigen Feldsteinquadern mit eingezogenem Chor und
verbreiterten querrechteckigem Westturm. Ebenfalls aus der Entstehungszeit dürfte die
Dreifenstergruppe des geraden Ostabschlusses stammen. All das weist deutlich ins späte 13. oder
frühe 14. Jahrhundert.
Eingänge im Norden und Süden wurden nachträglich geschlossen. Instandsetzungsarbeiten nach dem
Dreißigjährigen Krieg sind belegt. Unbekannt bleibt, wann der Fachwerkaufsatz auf dem Turm
errichtet wurde, der im 18. Jahrhundert eine Erneuerung erfuhr.
Dorfkirche Kuhz von Norden
Die Dreifenstergruppe des Ostgiebels
Detail von der Nordseite mit zugemauertem Portal
nach:
Historisches Ortslexikon für Brandenburg. VIII. Uckermark 1986
Fischer 2005