1354 wird der Ort erstmalig erwähnt, ist aber, wie seine Kirche zeigt, deutlich älter. Diese
ist ein großer Rechtecksaal mit gleichbreitem Westurm, heute mit verbrettertem Dachturm. Das
Mauerwerk besteht aus regelmäßigen Feldsteinquadern mit stellenweisen Ausbesserungen in Backstein.
Backsteinelemente sind auch ein wesentliches Merkmal dieses Gotteshauses. Sie geben allen
Öffnungen des Baus seine besondere Note und sind keine neogotische Zutat späterer Zeiten.
Ähnliches findet sich auch bei den benachbarten Kirchen von Briest und Passow. Ein Zusammenhang
scheint zu bestehen zum nahe gelegenen Kloster Gramzow dessen dort arbeitende Bauleute wohl
auch in den Dörfern der Umgebung tätig wurden. So schmücken eingelegte Rundstäbe sämtliche
Fenster und Portale. Besonders hervorzuheben ist dabei die Doppellanzette mit mittlerer
Rundstütze im Osten der Südseite. Die Innenausstattung entstammt dem 18. Jahrhundert.
Dorfkirche Golm von Norden
Eingelegte Rundstäbe sorgen für ein repräsentatives Erscheinungsbild
Die Backsteinfassungen stammen aus dem Mittelalter
Sonst kaum an Dorfkirchen zu finden: Doppellanzette mit Rundstütze