Berkholz

Uckermark

 
1288 wird Berkholte erstmals erwähnt. Im Jahr 1375 verfügt laut Landbuch Kaiser Karl IV. das Dorf über 53 Hufen. Sein Name leitet sich aus dem Niederdeutschen ab und beschreibt eine Siedlung an einem Birkenwald.

Dorfkirche Berkholz von Norden: Die Backsteinabschlüsse der ursprünglichen Fenster sind noch zu sehen
Feld- und Backsteinlagen wechseln einander ab: Das Mauerwerk auf der Nordseite
Vermauertes Gemeindeportal auf der Südseite
Westportal: Neuzeitlich vollkommen umgestaltet
Die Kirche besteht aus querrechteckigem Westturm und Schiff mit geradem Ostabschluss. Beide Bauglieder wurden aus regelmäßigem Feldsteinmauerwerk errichtet. Im Westen erhebt sich ein quadratischer Ziegel-Fachwerk-Dachturm mit Pyramidendach. Im Süden wurde, wohl vor die Priesterpforte, eine neuzeitliche Eingangshalle angefügt. Die seitlichen Fenster sind teilweise rundbogig mit Backsteingewänden vergrößert. Teilweise existieren von den schmalen mittelalterlichen Vorgängern noch die Ziegelabschlüsse. Schwach zeichnet sich im Osten noch das mittlere Fenster der ehemaligen Dreifenstergruppe ab.
Das Gemeindeportal auf der Südseite mit Ziegelgewände und entsprechendem Begleitbogen wurde zugesetzt. Möglich, dass im Westen der Zugang über ein ähnliches Portal erfolgte. Die Reste eines spitz abschließenden Backsteinbegleitbogens sind dort noch zu erkennen.
Mauerwerksausführung und Grundriss sprechen für eine Errichtung der Kirche im 13. oder beginnenden 14. Jahrhundert. Interessant ist, dass wohl von Anfang an, Backstein als Schmuckelement an den Öffnungen verwand wurde. Eine barocke Umgestaltung erfolgte um das Jahr 1713 als Dachturm und Südvorhalle entstanden und die Fenster ihre heutige Form bekamen.

nach:

Die Kunstdenkmäler der Provinz Brandenburg. 3.1. Kreis Prenzlau. 1921.
Georg Dehio und Gerhard Vinken, Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Brandenburg. 2000.
Reinhard E. Fischer, Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin. 2005