Barocker Dachturm auf einfachem Feldsteinsaal: Die Kirche von Beenz
Ostwand mit Resten der ehemaligen Dreifenstergruppe
Eine der kleinen Blendnischen, die das Bauwerk umziehen
Die Südseite: Deutlich zu erkennen, dass der obere Teil der Kirche neu errichtet wurde
Alle Fenster wurden rundbogig vergrößert und haben Backsteingewände. Im Osten ist von der ehemaligen
Dreifenstergruppe noch das sehr kleine und tief liegende Mittelfenster zu erkennen, sowie die unteren
Bereiche der äußeren Fenster. Die so zu rekonstruierende ursprüngliche Gruppe wirkt, im Vergleich zu
den Maßen der Ostwand, auffallend klein.
Zwei zugesetzte Spitzbogenportale mit Feldsteingewänden befinden sich auf der Südseite des Schiffs.
Sie flankieren den jetzigen Zugang ins Innere. Westlich davon liegt noch eine kleine, ebenfalls vermauerte
Pforte, die aber neuzeitlich sein dürfte.
Eine beachtenswerte Besonderheit an der Kirche sind die auf der Nord-, Süd- und Ostseite anzutreffenden
feldsteingefassten kleinen Blendnischen. Sie dürften einmal zusammen mit den ursprünglichen Fenstern
wesentlich zur Gliederung der Fassaden beigetragen haben. Wahrscheinlich enthielten sie, ähnlich wie
ein Befund in Klaushagen zeigt, einfache figürliche Abbildungen.
Die Ausführung des ursprünglichen Mauerwerks, so wie das, was sich von Fenstern und Portalen erhalten hat,
sprechen für eine Datierung in die 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts. Dokumentierte Umbauten, bei denen die
Fenster ihre heutige Gestalt erhielten und der Dachturm errichtet wurde, fanden in den Jahren 1792/93 statt.
Auf vorhergehende Zerstörungen wurde weiter oben schon verwiesen.
Die Innenausstattung entstammt hauptsächlich dem 18. Jahrhundert. Der Turm wurde 1983, das Innere der Kirche
1999 restauriert.
nach:
Die Kunstdenkmäler der Provinz Brandenburg. 3.2. Kreis Templin. 1937.
Georg Dehio und Gerhard Vinken, Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Brandenburg. 2000.