Altkünkendorf
Uckermark
Als scheinbar neogotisches Bauwerk des 19. Jahrhunderts präsentiert sich heute die Altkünkendorfer
Kirche dem Betrachter. Im Kern stammt sie jedoch aus dem 13. Jahrhundert, der Zeit, in der das
Dorf 1287 erstmals erwähnt wird. Das Gotteshaus besteht aus schiffsbreitem Westturm und einfachem
Rechtecksaal. Alles gemauert mit den für die erste Generation fester Dorfkirchenbauten typischen
regelmäßig zugeschlagenen Feldsteinquadern.
Die wechselvolle Geschichte des Ortes spiegelt sich in den Mauern der Kirche. Deutlich erkennt
man, dass der Ostgiebel ab Traufhöhe aus kleinteiligen unregelmäßigen Mauerwerk besteht. Dieser
Zustand korrespondiert mit dem Zeugnis der Schriftquellen. 1459 wird Altkünkendorf als wüst
bezeichnet. Es dürfte so wie viele andere Opfer der Wüstungsprozesse im 14. und 15. Jahrhundert
geworden sein. Dabei wird die Kirche als Ruine die Zeit bis zur Wiederbesiedlung überstanden haben.
Um das Jahr 1600 gibt es dann Nachrichten über Arbeiten an dem Bau, der nun wieder seiner alten
Funktion zugeführt wird.
Die gravierendsten Veränderungen brachten dann die Jahre 1850-1860. Sämtliche Fenster wurden
umgebaut und im Westen ein achteckiger, 34 m hoher Backsteinturm angefügt. Im Osten schließt
die Kirche nun eine dreiseitige Apsis aus Feldstein ab. Den Giebel zieren Fialen aus Backstein.
Mittelalterliche Feldsteinmauern mit neogotischer Backsteinzier